Tuesday, 3. April 2007, 19:40 Uhr

Zurück aus Madagaskar – Teil 1

Reisterrassen
Madagaskar ist wunderschön und hässlich zugleich. Die Natur, die Menschen mit ihrem eigenen Gewohnheiten, ihre Häuser und Hütten waren unglaublich faszinierend für mich. Mir tat sich eine Welt auf, die so viel anders ist als das bisher erlebte Europa.
Die Madagassen ticken ganz anders als wir. Ihr Motto «Mora mora» heisst etwa so viel wie «alles mit der Ruhe» und dieses haben sie sich in ihre Seelen eingebrannt. Meine Kollegin, die zuvor zwei Monate in der zweitgrössten Stadt, Fianarantsoa, gearbeitet hat, musste mich regelmässig darauf aufmerksam machen, nicht so schnell durch die Strassen zu hetzen. Mit unseren Reiserucksäcken belustigten wir immer wieder ganze Menschenmengen. Die Madagassen finden es glaube ich, ziemlich unschick, so ein Ding auf dem Rücken zu tragen. Angestarrt wurden wir sowieso überall, aber meine Tewa-Sandalen zogen immer wieder besonders viele Blicke auf sich. Obwohl die Leute kaum Geld haben, legen sie doch ziemlich grossen Wert auf ihr Erscheinungsbild.

Dorf im Hochland

Madagaskar zählt zu den zehn ärmsten Ländern der Welt!!! Das ist unglaublich, denn wenn man die Vielfalt der Früchte und Produkte sieht, welche auf den Märkten und Strassen angeboten werden, fragt man sich schon manchmal wie so ein reiches Land, reich an Ressourcen (Vanille, Gewürze usw.), so arm ist. Dementsprechend hoch ist auch die Arbeitslosigkeit. Die Menschen schlagen sich irgendwie durch. Und manchmal schien es mir, dass sie zufrieden sind, solange sie etwas zu essen und ein paar anständige Kleider haben. Sowieso strahlt das ganze Land eine Gemütlichkeit aus, die so in der Schweiz nicht zu spüren ist.

Bousse Bousse (Taxis)

Posted in ferien , welt

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