Friday, 9. February 2007, 1:03 Uhr

von der zukunft verfolgt?

Viele Menschen holt immer wieder die Vergangenheit ein. Sie können nicht loslassen. Möchten wieder zurückkehren und Vergangenes wieder auferleben lassen. Bei mir ist genau umgekehrt. Irgendwie. Ich werde von der Zukunft verfolgt. Wie muss man sich das vorstellen? Geht ja gar nicht. Doch, man stellt sich einen Kreis vor, auf dessen Linien man sich bewegt. Vorne die Zukunft, hinten die Vergangenheit, und alles umkehren.
Manchmal habe ich das Gefühl das Hier und Jetzt nicht richtig geniessen zu können. Überall wird einem weisgemacht, dass man noch dieses und jenes lernen sollte, sich weiterbilden oder am besten gleich studieren soll. Und irgendwann glaubt man alles. Das Gefühl «des etwas erreichen müssen» hat sich in mir festgehackt. Es sitzt tief in mir drinnen und lässt mich nicht mehr los. Seit ein paar Monaten werde ich mit meinen diversen möglichen Zukunften (gibt es davon eine Mehrzahl?) konfrontiert und zwei grundverschiede Dinge wären möglich. Entscheiden kann ich zwischen «langsamer aber stetig, geregeltem Aufstieg in meiner Branche mit Sicherheit auf einen guten Job» oder «studieren mit evtl. Möglicheit mal etwas zu tun, wo ich mit ganzem Herzen dabei bin obwohl es vielleicht brotlos ist». Man muss nicht zwischen den Zeilen lesen um zu erraten, was ich wohl lieber tun würde. Aber so einfach ist es leider nicht. Die Zukunft durchlöchert jeden Tag meine Gedanken und macht mich noch wahnsinnig.

kreis.jpg

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7 Kommentare to “von der zukunft verfolgt?”

  1. 9. February 2007 um 1:45

    Elena Tregubova

    Liebe Sophie, thank you so much for your rewiev to my book - I did find it just by chance looking some links in google. So pleasure to see that I’v got readers in your country! And - aspecialy - to see that my first reader is such a clever thinking girl as you. Your problems - with the GREAT CHOICE in the life - are very well-known for me - and you see by my book, which choice I made :) Write me plese any time if you whish - we will discuse about this between us women :)

    And - big good luck in your big CHOICE.

  2. 9. February 2007 um 18:01

    DaWeed

    Meine Worte würden verblassen neben einem so hohen Besuch. Gratulation Sophie du hast schon etwas geschafft.

  3. 12. February 2007 um 2:53

    neo

    solltestdochschonlaengstaufmadagaskarsein!diewartendortschonmitdemabendessenaufdich.depeches-toi,sophie.
    neo

  4. 12. February 2007 um 14:53

    sophie

    Thank you for your comment Elena! I hope you are on a safe place! I enjoyed reading your book! My english is not very good, but i will try to write an email to you.
    Take care!

  5. 14. February 2007 um 21:56

    Elena Tregubova

    Liebe Sophie!
    Danke schoen :)
    Du darfst mir sicher auf deutsch schreiben. Ich verstehe ja besser als schreibe :)

    E.T.

  6. 26. February 2007 um 17:15

    flow

    hola sophia

    weise worte lese ich da…
    ich habe ja auf meiner reise reichlich zeit en bisschen mehr nachzudenken und zu philosophieren…und genau das was du hier schreibst ueberlege ich mir auch viel und spreche auch viel mit anderen leuten ueber dieses thema…
    doch wie du sagst so einfach ist es nicht..
    ich habe einen 80 jahrigen weltenbumler hier in uruguay getroffen. er lauft seit 19 jahren um die welt und er hat mir gesagt “dein job sollte dir so viel freude machen, dass du ihn auch ohne lohn machen wuerdest”!!!
    und die frage ist natuerlich immer auch noch ob man vielleicht mal kinder in betracht zieht oder sein ego ding macht…hat beides seine guten und schoenen seiten.
    doch das alles sind nur gedanken von mir und noch keine taten.
    ya tu sabes.

    flow

  7. 4. March 2007 um 23:21

    elna minaeva

    hi, sophie.
    das mit “etwas im leben erreichen” ist quatsch. das macht von allen seiten druck: eltern, verwandte, medien, freunde, die es für wichtig halten, erfolgreich zu sein. du kannst dein ganzes leben lang an deiner karierreleiter basteln und wenn du am ende zurück blickst kannst du dich nur an weniger glückliche momente in deinem leben erinnern. ich habe mich entschieden darauf zu verzichten dem geld hinter her zu rennen um mir irgendwelche statussymbole zu leisten, sondern dafür was mich glücklich macht, was mich ausmacht, obwohl ich auch da grossen erfolg haben könnte, was aber eher anderes ist. also, meine naive empfehlung ist: guck dir mal “die fabelhafte welt der amelie” an, da kann man sehen, dass man auch als “einfacher” mensch mit gewöhnlichem beruf sein leben interessant gestallten und glücklich sein kann.

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