Monday, 22. May 2006, 18:04 Uhr

Ich – Streber – Ich

Wie kann man sich vom “Im-letzten-moment-alles-erledigen-typen” zum “Immer-alles-sofort-erledigen-typen” wandeln? Ich würde gerne so jemand sein. Ich möchte mir auf diese Weise viel Stress, nächtliche Arbeit und nervliches Wrack-sein ersparen.

Eigentlich, jetzt in diesem Moment sollte ich für eine W/R-Probe lernen. Eine die wirklich etwas zählt… aber nein, ich schreibe hier so etwas vor mich hin und nerve mich unglaublich über mich selber. Das geht mir immer so. Ich weiss, dass ich in zwei Wochen eine Prüfung habe, aber anfangen zu lernen werde ich erst zwei Tage vorher. Es macht mich selber zwar vier Tage vorher schon nervös, dass ich ach so wenig lerne, aber dieses Nervös-sein in Lern-Motivation umwandeln, das würde mir nie in denn Sinn kommen. Und was das Schlimmste ist, ich verurteile alle, die viel mehr lernen als ich, zu verhaltensgestörten, sozialen Randfiguren (auch Streber genannt). Meine Phantasie flüstert mir, dass diese Leute, jeden Abend an ihrem schön geordneten Schreibtisch sitzen, eine Lesebrille tragen und sich an ihrem Lernstoff aufgeilen. Ja ja, ich weiss, ich bin ja nur eifersüchtig… aber irgendwie eben doch nicht. Aber trotzdem möchte ich mich wandeln zu einem “Immer-alles-sofort-erledigen-typen”… Zu einem positiven, zu einem den es noch gar nicht gibt…

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4 Kommentare to “Ich – Streber – Ich”

  1. 22. May 2006 um 18:31

    mTz

    ich bin genau gleich, als ich den beitrag las dachte ich bei mir: “die w/r-probe ist ja erst übermorgen, da muss man ja noch nicht lernen..” so schlecht von mir.. heute werde ich irgendeinmal beginnen mathe zu lerner, schliesslich ist morgen ein test über.. ähmm.. hab ich irgendwo aufgeschrieben. bei mir ist in dieser hinsicht problematisch, dass ich übers wochenende für die schule keinen finger krumm mache.. das muss ich für die kommenden prüfungen definitiv ändern….. wenn ich es schaffe…. ich-faul-ich :)

  2. 22. May 2006 um 19:42

    chrigu

    ich versuche auch gerade es mTz gleich zu tun, suche jedoch dauernd ausreden um mich nicht quasi dauerhaft an den schreibtisch binden zu müssen…
    es geht sogar schon so weit dass ich mich wahrscheinlich in kürze in den draussen tobenden sturm begeben werde nur um der monotonie des, ach so motivierenden schreibtisches, zu entkommen…

  3. 25. May 2006 um 21:46

    Kauende

    nunja, ich kaue auf meinen brötli rum und vertreibe die zeit, bis sie mir dann doch fehlt. mir geht es genau gleich, nur das ich eigentlich im innern ein streber wäre und auch vom herzen her (wenn man das überhaupt sein kann), doch lebe ich es nicht aus. ich kann es gar nicht ausleben, irgendwie ist doch dieser verdammte kampf auch ein zeichen dafür, dass man lebt. nicht alles perfekt regeln zu können und dann einen scheiss stress zu haben, an seine grenzen stossen.
    also ich selbst habe es aufgegeben, mich darum zu bemühen auch so zu sein. auch immer alles eine woche vorher schon anzuschauen und anfangen zu lernen. ich kann das einfach nicht und auch wenn ich es wollte, es funktioniert auch trotz tausender selbstvorwürfen nicht. also bin ich zufrieden damit, eine kämpferin zu sein und dann wieder eine faule sau.
    adieu

  4. 15. September 2006 um 15:05

    Simonius

    Hallo Sophie,
    ich kenne dein Problem zu genüge. Mir fehlt zwar das von dir angesprochene nervös-sein, aber dem falschen Lerntypen gehöre ich dennoch an. Bei mir steht in wenigen Monaten die Matur vor der Tür, und ich hoffe inständig, dass ich mich noch wandeln kann :)

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